Avi Primor wieder zu Gast in Augsburg

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Avi Primor wieder zu Gast am Jakob-Fugger-Zentrum

Avi-Primor_webAm 4. Juni 2018 wird Avi Primor wieder zu Gast am Jakob-Fugger-Zentrum sein, um einen Vortrag zum Thema 70 Jahre deutsch-israelische Beziehungen. Betrachtungen eines Grenzgängers zu Vergangenheit und Zukunft zu halten. Der Vortrag findet an der Universität Augsburg in Hörsaal 1009, Gebäude H (Jura) um 18 Uhr statt und ist eine Kooperation mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Augsburg. Avi Primor hatte 2015 die Internationale Gastdozentur am Jakob-Fugger-Zentrum inne. Wir freuen uns sehr, ihn wieder in Augsburg begrüßen zu können. Studierende und Dozenten der Universität sowie alle interessierten Augsburger Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.

Der Eintritt ist frei, um Anmeldung unter
jfz@praesidium.uni-augsburg.de wird gebeten.

In seinem Vortrag beleuchtet Avi Primor die schwierigen und wechselhaften Beziehungen zwischen Israel und der Bundesrepublik Deutschland bis zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen 1965 und schlägt einen Bogen bis in die Gegenwart. Er betrachtet die langsame Annäherung beider Staaten, die in seinem Fall auch eine persönliche ist, beschreibt er sich doch selbst als jemand, dessen israelischer Pass 1948 zunächst für alle Staaten „mit Ausnahme Deutschlands“ galt, dem als Kind klar war, dass er „mit Deutschland nie etwas zu tun haben, mit Deutschen weder verkehren noch sie überhaupt jemals kennenlernen würde“, der dann aber 1993 doch bereit war, als Botschafter Israels nach Bonn zu gehen.

Avi Primor, geboren 1935 in Tel Aviv, ist Gründer des trilateralen Zentrums für Europäische Studien, ein palästinensisch-israelisch-jordanisches Kooperationsprojekt in Herzliya, heute Institut der Universität Tel Aviv. Er war 39 Jahre lang Mitarbeiter des Israelischen Außenministeriums, u.a. als Israels Botschafter bei der Europäischen Union, in Belgien und in Luxemburg wie auch als Botschafter in der Bundesrepublik Deutschland von 1993 bis 1999. Avi Primor ist vielfältig ausgezeichnet worden, unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband und dem Mérite Europénne in Gold. 2015 hatte er die Internationale Gastdozentur am Jakob-Fugger-Zentrum inne. Sein Fachgebiet sind internationale Angelegenheiten. Er hat zahlreiche Bücher verfasst, darunter die autobiographischen Texte „… mit Ausnahme Deutschlands“. Als Botschafter Israels in Bonn (1997) und Nichts ist jemals vollendet (2015).