Sharing Economy

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Sharing Economy

Prof. Dr. Daniel Veit
Lehrstuhl für Information Systems und Management

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In jüngster Zeit erlangen Fragen der Nachhaltigkeit zunehmend öffentliches Interesse. Diese befassen sich mit der Beständigkeit von ökonomischen, ökologischen, politischen sowie kulturellen Prozessen und Systemen. Im Rahmen dieser verstärkten Aufmerksamkeit ist auch das Phänomen der sogenannten Sharing Economy (synonym: Share Economy, Collaborative Consumption oder Collaborative Economy) entstanden. Die Kernidee dieses sozio-ökonomischen Systems ist es, den Zugang zu Gütern und Dienstleistungen zu teilen, statt deren Besitz oder Nutzung auf einzelne Akteure zu beschränken. Ein bereits relativ weit verbreitetes Beispiel stellt hierbei das Car Sharing, zu Deutsch Auto-Teilen, dar. Zentrale Grundannahme der Sharing Economy ist, dass sich der Wohlstand für alle Beteiligten durch das Teilen erhöht, da auf diese Weise freie Kapazitäten besser ausgenutzt werden können. Voraussetzung für diesen Wohlstandszuwachs ist jedoch, dass die Akteure Zugang zu relevanten Informationen über Güter und Dienstleistungen sowie deren Auslastungen bzw. Verfügbarkeiten haben. Folglich spielen Informationstechnologien und -systeme in der Umsetzung der Sharing Economy Idee eine zentrale Rolle.

Es verwundert deshalb auch nicht, dass es primär Unternehmen mit digitalen Geschäftsmodellen sind, die Anbieter von und Nachfrager nach zu teilenden Gütern und Dienstleistungen zusammenführen. Doch inwieweit unterscheiden sich solche Unternehmen von anderen? Schenken sie ihrem sozio-politischen Umfeld stärkere Beachtung? Welche psychologischen, soziologischen und wirtschaftlichen Besonderheiten gehen mit dem Teilen und der Interaktion in einer primär virtuellen Welt einher? Die Beantwortung dieser und verwandter Fragestellungen ist das Ziel des Forschungsprojektes „Sharing Economy“.

Es wird zudem offensichtlich, dass derartige Studien eine interdisziplinäre Herangehensweise erfordern. Aus diesem Grund sieht das Forschungsprojekt vor, neben klassischen Theorien aus den Wirtschaftswissenschaften v.a. auch Konzepte und Theorien aus der Psychologie sowie Soziologie heranzuziehen.

Genauer werden im ersten Schritt bewährte Ansätze und Methoden der qualitativen, v.a. fallstudien-basierten, Forschung verwendet. Dies bezieht sich zunächst vornehmlich auf die Untersuchung von Unternehmen in der Sharing Economy. Darauf aufbauend soll das Forschungsprojekt perspektivisch weitere relevante Akteurs-Gruppen mit einbeziehen und ebenso quantitativ-orientierte Studien umfassen.

Das Forschungsprojekt "ISHARE - Impact of the Sharing Economy in Germany“ wird ab 1. Mai 2015 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für drei Jahre gefördert.

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